Qualität, eine schwer fassbare Eigenschaft
Qualität hat ihren Preis, hat aber nichts mit Hochpreisigkeit zu tun. Vielleicht
ist es ein guter Ansatz, Qualität einfach
als Abwesenheit von unangenehmen Überraschungen zu definieren. Der Laie kann die Qualität
nicht immer beurteilen. Aber vieles lässt sich erklären; es ist unfair, den
Unkundigen nur auf das Renommee eines Anbieters oder den Preis eines Produktes
zu verweisen. Es lohnt sich, bei Websites auf folgende Eigenschaften zu achten:
- Rechtschreibung
Zitat:
Aus dem Internetauftritt einer Webdesignfirma, 22.1.2007.
Wenn Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung usw. dem Zufall überlassen bleiben sollen, wählt man einen solchen Anbieter.
- Ladezeiten
Viele Features lassen sich billig herstellen, wenn man riesige Bild- und Multimediadateien zu Hilfe nimmt. Auf dem schnellen Computer beim Anwender mit einer DSL-Anbindung sieht das vielleicht prima aus, der entfernte Einkäufer mit Modem oder einem langsamen Behördencomputer klickt schnell den nächsten Anbieter an.
- Anpassungsfähigkeit
Webseiten sollen auf allen Systemen gezeigt werden können, vom internetfähigen
Handy bis zum Multimedia-Computer, vom Laptop-Bildschirm bis zum Projektor. Der eine Anwender mag sich die Schrift als Brillenträger besonders groß stellen (bei Internet Explorer: Strg-Taste und Mausrad), der andere reserviert der Webseite nur ein kleines Fenster innerhalb seines aktuellen Bildschirmes. Unterschiedliche Software für Microsoft Windows, Mac, Linux und Browser unterschiedlicher Generationen stellen Webseiten verschieden dar. Mit einem Internetauftritt "optimiert für Internet Explorer bei einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel" schließt man einen Teil seiner Zielgruppe bereits aus. Für Behördenwebsites schließlich ist schon heute Barrierefreiheit
vorgeschrieben, d.h. sie müssen z.B. auch für Vorleseprogramme von Blindencomputern einen Sinn ergeben.
Ausschnitt aus einer TV-Programmseite mit Firefox 1.5.0.3, Einstellung "Text size:normal"
Bilder und Schriften sollten bei keiner Größeneinstellung ineinander laufen.
- Favicon
Hat Ihr Webdesigner Ihnen das kleine Symbol eingerichtet, das im Adressfenster, im Bookmark-Verzeichnis und, je nach Browser, im entsprechenden Tab auftaucht? Ihre Kunden erkennen Ihren Eintrag auf den ersten Blick wieder.
Ein kleines Symbol am Anfang des Adressfensters...
... wird von den meisten Browsern in der Bookmark-Liste angezeigt. Möglich ist ein solches Icon natürlich auch für mehrere Websites eines Auftraggebers.
Auch die Tabs, hier in Firefox, zeigen das Favicon. Hier gezeigt am Beispiel meines Kunden,
Tischlerei Wipperfürth.
- Sicherheit
In 99 Prozent aller Fälle wollen Computerbesitzer im Internet nur Texte und Bilder angezeigt bekommen. Webseiten können mit Active
Scripting oder Javascript Ihrem PC Viren und Trojaner unterjubeln, wenn Sie es zulassen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wird nicht müde, davor zu warnen und Computerbesitzer dazu zu bringen, diese Programmiermöglichkeiten abzuschalten und nur ganz gezielt zuzulassen, z.B. für Electronic Banking oder etwa innerhalb eines Firmennetzes.
Seit Ende der 90er Jahre sind Editorprogramme zur Herstellung von Webseiten auf dem Markt, die die tollsten Effekte wie Aufklappmenüs, Popup-Fenster usw. produzieren, ohne daß der Webdesigner wissen muß, wie dies durch Stil-Anweisungen (CSS) zu bewerkstelligen ist. Diese Websites arbeiten mit Javascript oder Active Scripting. Stellt der Anwender wie empfohlen das Scripting ab, kommt er im Extremfall nicht einmal ins Hauptmenü. Webseiten sollten Scripting oder Java nur verwenden, wo die Programmierung benötigt wird, etwa für einen Steuerrechner oder für das Electronic Banking.
- Suchmaschinenanpassung
Softwareanbieter und manche Dienstleister bieten an, eine Website "in mehrere tausend Verzeichnisse einzutragen", und wollen dem Kunden weismachen, er werde dann in den Suchmaschinen leichter gefunden.
Wenn es nur so einfach wäre. Stattdessen ist gesundes Fachwissen gefragt. Näheres siehe auf der Seite "Suchmaschinen".
- Beratung
Ein erfahrener Webdesigner liefert Ihnen auch ein Konzept, wie Sie Ihren Internetauftritt als Erweiterung der Anzeigenwerbung in geeigneten regionalen oder Fachzeitschriften einsetzen sowie mit Mailings und Aktionen koordinieren können. Corporate
Design (Wiedererkennungswert) ist gerade auch für kleine Firmen wichtig und braucht, wenn kein externer Fachmann angeheuert werden muß, keine Mehrkosten zu verursachen. Ohne sich gleich verbotene Rechtsberatung anzumaßen, kennt Ihr Webdesigner auch die Fallen etwa um die Impressumspflicht laut Teledienstgesetz oder die Erfahrungen mit Abmahnwellen für Stadtplanausschnitte oder z.B. Werbeaussagen mit Alleinstellungsanspruch.
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